18. Januar

Die Kunst zu lieben. (Ovid)

Liebe ist eine Kunst und muss, wie jede Kunst, immer wieder geübt werden. Keine Kunst gelingt, ohne etwas dafür zu tun. Damit eine Kunst zur Vollendung gelangt, braucht es auch den nötigen Einsatz. Wie könnte Liebe bestehen, wenn man sie nicht wichtig nähme? Wenn man sich nicht die nötige Zeit dazu nähme, sie als gegeben und selbstverständlich ansähe?

Liebe ist eine Kunst. Liebe existiert nicht ohne Demut, Mut, Glaube und Disziplin.* Sie bedarf der Demut, dass wir uns nicht überschätzen und sie nicht als selbstverständlich sehen, des Muts, sie zu leben, des Glaubens, dass es sie gibt und sie den Einsatz wert ist, und der Disziplin, auch dann weiter zu lieben, wenn es mal schwer ist.

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*siehe dazu auch Erich Fromm, Die Kunst des Liebens

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3 Kommentare zu „18. Januar

  1. Selbstverständlichkeit ist eine Art von Gleichgültigkeit. Was gibt es also Schöneres, als sich gegenseitig zu zeigen, wie wichtig der andere ist und wie viel man für ihn übrig hat.

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  2. Hallo Sandra,
    Ovids „Liebeskunst“ mochte ich gerne lesen, und so hole ich es wieder aus dem Bücherschrank. Das Buch hat viele schöne Stellen, und in der zweisprachigen Reclam-Ausgabe von Michael von Albrecht hatte ich angestrichen:
    „Was ist härter als Stein?, was weicher als Wasser? Trotzdem hölt das weiche Wasser den harten Stein.“ (hier: Seite 37; Erstes Buch, Zeilen 475 f).
    Schöne Grüße von Bernd

    Gefällt 1 Person

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