17. Februar

„Im Bewusstsein des Leides, das durch unachtsame Rede und durch die Unfähigkeit, anderen zuzuhören, entsteht, gelobe ich, liebevolles Sprechen und aufmerksames, mitfühlendes Zuhören zu entwickeln, um meinen Mitmenschen Freude und Glück zu bereiten und ihre Sorgen lindern zu helfen.“ (Thich Nhat Hanh)

Ich habe mich selber schon dabei ertappt, dass ich bereits Antworten suchte, bevor mein Gegenüber fertig gesprochen hat. Natürlich kriegte ich noch mit einem Ohr mit, was er mir sagte, aber wirklich präsent war ich doch nicht mehr. Und bestimmt ist mir auch schon das eine oder andere unachtsame Wort über die Lippen, das zu harsch klang, zu impulsiv und auch verletzend. Wenn mir das im Nachhinein bewusst wird, wünschte ich, ich hätte meine Worte zuerst durch die drei Siebe des Sokrates gelassen:

  • Ist es wahr? Bin ich wirklich sicher, dass es so ist, wie ich sage, oder ist es nur eine Meinung oder gar Hören-Sagen?
  • Ist es gut? Ist das, was ich sage, gut, sind es meine Absichten?
  • Ist es notwendig? Muss ich das wirklich sagen oder könnte ich auch genauso gut schweigen?

So manches bliebe da wohl ungesagt und das wäre vielleicht auch besser. Worte können Waffen sein, sie können aber auch Freude bereiten. Schön wäre, wir würden mehr Worte der zweiten Sorte finden.

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Ein Kommentar zu „17. Februar

  1. Liebe Sandra
    Eine anregender Text. Bei Rotary gibt es die 4 Fragen Probe für rotarisches Handeln:

    Ist es wahr Ist es fair Fördert es Freundschaft und guten Willen Wird es dem Wohl aller Beteiligten dienen.

    Eine schöne Parallele!
    Mit lieben Grüssen Peter

    Gefällt 1 Person

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