28. Februar

„Mitgefühl und Wohltätigkeit befreien uns aus dem Gefängnis der Selbstbezogenheit und geben uns das Gefühl, Teil von etwas Grossem zu sein.“ (Thupten Jinpa)

Wenn wir nur mit uns selber beschäftigt sind, sehen wir uns oft als Nabel der Welt – und leiden entsprechend. Denn: Sobald etwas nicht läuft, wie wir das wollen, sehen wir uns als Opfer, denken, wir wären alleine damit und nur uns träfen solche Missstände.

Wir sind nicht allein. Alle Menschen erfahren Leiden. Alle Menschen wünschen sich Glück. Im Wissen darum erfahren wir, dass wir alle in einem Boot sitzen. Aus diesem Wissen kann sich Mitgefühl entwickeln. Das Überschreiten der eigenen Grenzen, das Gefühl der Verbundenheit lassen uns besser mit dem eigenen Leid umgehen. Wir treten hinaus aus den selbst gebauten Mauern und fühlen uns plötzlich als Teil eines Ganzen, nicht mehr als Einzelwesen, dem allein alles Leid zufällt.

Wenn wir aus diesem Mitgefühl heraus auch Gutes tun, Leidenden helfen, ihr Leid zu mindern, erfahren wir unsere Selbstwirksamkeit. Aus dieser speist sich wiederum ein gutes Gefühl auch in und für uns selber.

Niemand ist eine Insel. Die gegenseitige Anteilnahme und das gegenseitige Mitgefühl helfen, als Mensch unter Menschen in einer menschlichen Welt zu leben.

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