17. März

„Heute bin ich allen bedrückenden Umständen ausgewichen, besser gesagt, ich habe mich von ihnen befreit, denn der Druck kam nicht von aussen, sondern von mir und meinen Annahmen.“ (Marc Aurel)

Die Eltern sind schuld für das verpfuschte Leben, der Chef für die ausgebliebene Karriere, der doofe Exfreund an der Tatsache, dass auch künftige Beziehungen in die Hosen gingen. Nur: So lange wir uns als Opfer von Situationen oder Menschen sehen, werden wir genau das auch bleiben: Opfer. Und wir merken dabei nicht, dass wir selber es sind, die uns zu diesem Opfer machen, indem wir uns diese Geschichten erzählen. Bei den Eltern sind wir längst ausgezogen, hätten also spätestens beim Auszug die Gelegenheit gehabt, von nun an eigene Wege zu gehen. Vielleicht liegt es nicht am Chef, sondern an unserer Haltung zu diesem oder zu unserer Arbeit, dass wir nicht weiter kommen? Und wenn nicht, könnten wir vielleicht auch dran denken, etwas am Arbeitsumfeld oder gar der Tätigkeit zu ändern? Mit dem Exfreund sind wir nicht mehr zusammen, geben ihm aber immer noch Macht über unser Leben, indem wir innerlich permanent hadern, statt nach vorne zu schauen.

Es sind selten die äusseren Umstände, welche uns leiden lassen, sondern mehrheitlich ist es unsere Haltung: Statt die Dinge, die passieren, anzunehmen und zu schauen, wie wir konstruktiv damit umgehen könnten, lassen wir uns in eine Gedanken- und Gefühlsspirale ziehen, aus der nur eines resultiert: Leiden. Wenn wir das erkennen, können wir die Spirale durchbrechen und statt Opfer Steuermann unseres Lebens werden.

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