Buddhismus

Buddhas Lehren gehen tief. Seit tausenden von Jahren werden sie weitergegeben und lehren, was es heisst, zu leben, was es heisst, mit dem, was uns im Leben widerfährt, umzugehen. Die heutige Wissenschaft kommt nach und nach zum gleichen Schluss. Jahrhunderte von Forschung waren nötig, zu zeigen, was in der Buddhistischen Psychologie längst klar war.

Ich bin Philosophin und gehe den Dingen gerne auf den Grund. Im Buddhismus habe ich eine Philosophie gefunden, die das genauso tut. Nicht so abstrakt und vergeistigt theoretisch wie unsere westlichen Philosphen oft, sondern lebensnah, praktisch. Ich bin froh, beides zu kennen, ich habe so die faustischen zwei Seelen ach in meiner Brust, aber: Das Herz schlägt für die östliche Philosophie. Weil sie mir aus dem Herzen spricht, weil sie zum Herzen spricht.

Der buddhistischen Lehre nach ist das Leben Leiden. Das klingt zuerst einmal düster. Aber: Es ist sehr befreiend, wenn man das Konzept dahinter versteht und merkt: Es stimmt. Denn: Dieses Leiden entsteht durch Anhaften an die Dinge, durch die Aufteilung in Konzepte von gut und schlecht, den Wunsch, das Gute zu haben, das Schlechte zu meiden. Wir müssen lernen, die Konzepte aufzugeben, da sie auf einer Konstruktion unseres Geistes beruhen und nicht der Wirklichkeit entsprechen. Beispiel: Wenn ich sage, dass Regenwetter öde und blöd ist, drum den Tag für verloren ansehe, wenn die Prognosen entsprechend sind, vergesse ich, dass ich kaum was Grünes auf dem Tisch hätte, würde es nie regnen. Ich vergesse auch, dass es durchaus romantisch sein kann, nachts im Dunkeln zu sitzen, wenn der Regen an die Fenster prasselt. Und ja, es könnte auch lustig sein, durch Pfützen zu springen – als Kind fanden wir das noch…

Das Geheimnis des Buddhismus liegt darin, dass er alle Konzepte entfernt, damit die Wahrheit durchdringen und sich selbst offenbaren kann.

Indem wir lernen, diese Mechanismen wahrzunehmen, uns ihrer bewusst zu werden, können wir uns davon lösen und damit auch unsere Anhaftungen an die Dinge aufgeben, was dem Glück in unserem Leben Tür und Tor öffnet.

Unsere Anhaftung an Sichtweisen und Überzeugungen ist eines der grössten Hindernisse für unser Glücklichsein.

Lasst uns glücklich sein. Machen wir uns auf den Weg! Ich werde mir hier meine Gedanken darüber machen, wie so ein Weg aussehen könnte, schön wäre, ihr ginget ihn mit mir.