Den eigenen Kräften vertrauen

„Und niemand weiß, wie weit seine Kräfte gehen, bis er sie versucht hat.“ Johann Wolfgang von Goethe

Wie oft denken wir schon, dass wir etwas nicht schaffen werden, bevor wir es versuchen? Wäre es nicht besser, die Dinge zu wagen, sich zuzutrauen, dass wir die nötigen Kräfte schon aufbringen, wenn wir es nur wollen? Natürlich kann alles, was gelingen kann, auch misslingen, aber: Wenn wir es nicht versuchen, werden wir nie herausfinden, ob es hätte gelingen können. Das wäre eine verpasste Chance.

14. März

„Wenn du wissen willst, wer du warst, dann schau, wer du bist. Wenn du wissen willst, wer du sein wirst, dann schau, was du tust.“ (Buddha)

Wir alle kennen wohl Phasen, in denen wir nicht zufrieden sind mit uns. Statt uns nun dafür zu verurteilen, können wir schauen, wie wir so wurden, wie wir sind, wie wir dahin kamen, wo wir stehen. Was haben wir in der Vergangenheit getan, das uns an diese Stelle führte?

Wenn wir dies herausgefunden haben, liegt es an uns, unser Verhalten zu ändern, um an einen anderen Punkt zu gelangen, einen, der uns besser zusagt. Solche Veränderungen sind sicher nie einfach, sie brauchen Zeit und es bedarf der Übung. Aber: Sie sind möglich.

Wenn wir also wissen, wie wir gerne wären, wenn wir ein Bild davon haben, was für ein Mensch wir sein wollen, gilt es, den Weg dahin zu finden, welcher über unser Tun führt. Wie kann ich das richtige tun, um der zu werden, welcher meinem besten Ich für mich entspricht? Und dann gilt es, loszulaufen auf dem Weg dahin.

Was wir säen, ernten wir, was wir tun, bestimmt, wozu wir werden.

Harry G. Frankfurt: Sich selbst ernst nehmen

Buchtipp

Denkzeiten

Wir Menschen sind stolz auf unsere Begabung zur Vernunft und zur Liebe. Deswegen neigen wir zu ziemlich aufwendigen Zeremonien und beglückwünschen uns gern selbst, wenn wir den Eindruck haben, tatsächlich eine dieser Fähigkeiten zu realisieren. […] Beide sind problematisch, und ihr Verhältnis zueinander ist unklar.

In den beiden Vorlesungen Uns selbst ernst nehmen und Richtigliegen versucht Harry G. Frankfurt, dieses Verhältnis zu durchleuchten und die Liebe und die Vernunft als dem Menschen inhärente Fähigkeiten zu erklären. Harry G. Frankfurt stellt die Autorität der Liebe über die der Vernunft. Die Autorität der Vernunft gründe gar in der der Liebe. Die Liebe selber erachtet er als Sache des Willens. Und somit steht dieser an erster und oberster Stelle, von wo alles ausgeht.

Frankfurts Liebesbegriff ist frei von romantischen Spuren, Liebe ist für ihn verbunden mit der Sorge um etwas, dem sich Kümmern um eine Person oder Sache. Diese Form von Liebe setzt…

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Achtsame Kommunikation – Der philosophische Dialog

„Das grösste Problem in der Kommunikation ist die Illusion, sie hätte stattgefunden.“ (George Bernhard Shaw)

Wir reden den ganzen Tag viel und oft aneinander vorbei. Achtsame Kommunikation kann Beziehungen retten, das Verhältnis am Arbeitsplatz angenehmer und damit auch die Arbeit produktiver machen, das Leben mit sich allein und im Miteinander friedlicher gestalten.

Ein wirklicher Dialog bringt mehr als blossen Austausch von Informationen. Ein wirklicher Dialog bedingt, dass wir einander begegnen – im wahrsten Sinne des Wortes. Dadurch lernen wir etwas über ihn und über uns. Und über die Welt, in der wir diesen Dialog führen.

Achtsame Kommunikation wird etwas verändern. Bei allen Beteiligten.

Termine:
Kurs 1: 13., 20., 27. August 10 – 11.30
Kurs 2: 15., 22., 29. August 18 – 19.30

Ort:
St. Gallen, Nähe Bahnhof

Anmeldung: HIER

Wege zu mehr Gelassenheit – Was wir von den Stoikern lernen können

Wie komme ich zu mehr Gelassenheit im Alltag? Wie kann ich auf die auch ab und an schwierigen Situationen im Leben angemessen reagieren? Wie wird mein Leben leidfreier? Die Stoiker, Philosophen aus dem alten Griechenland und Rom, geben uns in ihren Schriften noch heute aktuelle und lebenspraktische Anleitungen zur Lebenskunst.

Termine:
Kurs 1: 10., 17., 24. April 10 – 11.30

Kurs 2: 30. Mai, 6., 13. Juni 18 – 19.30

Ort:
St. Gallen, Nähe Bahnhof

Anmeldung: HIER

Was ist Philosophische Begleitung / Philosophisches Coaching?

  • Wo stehe ich im Leben?
  • Wie will ich leben?
  • Was kann ich dafür tun?
  • Was für ein Mensch bin ich?
  • Bin ich der Mensch, der ich sein kann?

Wenn wir im Leben anstehen, fühlen wir uns oft richtig aus der Bahn geworfen an: Wir sind vom Weg abgekommen, etwas ist in Unordnung geraten. Was wir anstreben, ist Ordnung, ist ein Leben, das wir als gelingendes, als rundes, stimmiges bezeichnen für uns. Nur sehen wir den Weg dahin oft nicht.

Wir können uns das Leben wie ein Pult vorstellen. Wenn sich Blättergeigen türmnen, alles drunter und drüber liegt, finden die einen gar nichts mehr, für die anderen ist das erst der passende Arbeitsplatz. Wir haben unterschiedliche Ansprüche an eine für uns passende Ordnung, so dass wir zuerst die Unordnung analysieren und feststellen müssen, was wir selber unter Ordnung verstehen – und wieso wir das so sehen. Hier setzt die Philosophische Begleitung, das Philosophische Coaching an:

Dein Leben scheint gerade aus den Fugen? Du hast keine Kraft mehr, fühlst dich am falschen Platz, bist von deinem Partner verlassen worden oder weißt nicht, ob du gehen sollst? Ein lieber Mensch liegt im Sterben oder du erlebst dein Leben schlicht nicht als sinnvoll? Du hast viele Fragen und wenige Antworten? Du weißt nicht, wie mit einer Situation umgehen oder wie zu einer Entscheidung zu gelangen? Du sehnst dich nach Ordnung, doch überall siehst du nur Chaos?

Am Anfangt steht deine Erzählung: Was in deinem Leben bereitet dir Sorgen? Wo stehst du an? Zusammen versuchen wir, im Dialog weiter und tiefer zu gehen, prüfen deine Geschichte von allen Seiten. Das kann zu neuen Perspektiven führen, auch neue Wege zeigen. Wichtig dabei ist, dass wir auf Augenhöhe kommunizieren. Deine Situation ist einzigartig, weil du es bist. Da hilft keine vorgefertigte Methode oder Anleitung. Dein individuelles Problem verdient eine massgeschneiderte Lösung. Und ich werde dich auf dem Weg begleiten, diese zu finden und umzusetzen.

Philosophisches Coaching kann helfen bei

  • Entscheidungsunsicherheiten
  • Burnouttendenzen
  • Scheidung
  • Verluste
  • Tod
  • Umbrüche im Leben
  • Psychische Belastungen

Behandelt werden Lebensthemen wie

  • Wie will ich leben?
  • Was bin ich für ein Mensch?
  • Wie lebe ich Beziehungen?
  • Was ist ein gelingendes Leben?
  • Was kann ich tun?
  • Was schulde ich anderen?
  • Was schulde ich mir selber?
  • Was ist Glück?
  • Wie kann ich mehr Freude in mein Leben bringen?
  • Wie komme ich zu mehr Gelassenheit?
  • Wie kann ich vergangene Wunden heilen?
  • Wie entwickle ich mehr Resilienz?

Zum Angebot: Philosophische Begleitung / Philosophisches Coaching

Was ist eine Philosophische Praxis?

Die Philosophische Praxis ist ein Raum des Gesprächs und des Nachdenkens. Es ist ein Nachdenken über das eigene Selbst, die aktuellen Lebensumstände, Beziehungen zu anderen Menschen und vieles mehr. Oder, um es mit Kant zu sagen:

  1. Was kann ich wissen?
  2. Was soll ich tun?
  3. Was darf ich hoffen?
  4. Was ist der Mensch?

Wenn sich das Leben von einer schwierigen Seite zeigt, Fragen belasten, Konflikte in der Luft hängen, kann die Philosophische Praxis wirksam werden. In philosophischen Gesprächen begegnen wir den Herausforderungen des Lebens, schauen aus verschiedenen Perspektiven auf dieses Leben und seine Umstände, auf unseren Platz darin und unseren Anteil daran. Nie geht es dabei um Belehrungen oder gar Anleitungen zum richtigen Leben. Es geht um einen Austausch, der dazu dient, individuelle Wege zu finden, das eigene Leben als ein gutes und stimmiges Leben führen zu können.

In einer Philosophischen Praxis begegnen wir einander auf Augenhöhe, es ist immer ein gegenseitiges Weiterkommen und von einander Lernen. Die Philosophische Praxis sieht den Menschen als Ganzes in seinem Umfeld. Er sieht ihn nicht als kranken Menschen, den es zu therapieren gilt, sondern in seiner Individualität mit seinen Stärken, Möglichkeiten und Fähigkeiten. Es gilt, diese zu stärken, sie wirksam werden zu lassen, um so das Leben leben zu können, das passt, der werden zu können, der man eigentlich ist.

Philosophisches Denken bewegt sich nie in eingefahrenen Bahnen, es liefert auch keine pfannenfertigen Lösungen, die man auf alle Menschen gleichermassen anwenden kann. Vielmehr ist es ein immer wieder neues Suchen nach Antworten auf drängende Fragen, wobei die Antworten für jeden Menschen andere sein können. Das Philosophische Denken verlässt Denkroutinen, provoziert auch mal gerne, um so zu neuen Erkenntnissen zu kommen.
Zentrale Punkte der Philosophischen Praxis sind

  • Verstehen und verstanden werden: Wer bin ich, wie gehe ich mit mir und meinem Umfeld um, was kann ich tun und wo will ich hin?
  • Die Entdeckung der eigenen Kreativität, verstanden als Fähigkeit bewusst wahrzunehmen, was ist, und darauf antworten zu können.
  • Die Entwicklung von Resilienz: Wie kann ich die zur wirklichen Situation angemessene Haltung bewahren und innerlich stark und ausgeglichen bleiben?
  • Die Entdeckung der eigenen Selbstwirksamkeit: Was liegt in meiner Hand, was kann ich bewirken?

Eine Philosophische Praxis richtet sich an Einzelne ebenso wie an Gruppen, sie kann individuelle Beratung sein, aber auch Unternehmen oder Organisationen beraten.

Angebote

  • Philosophische Begleitung
  • Yoga
  • Achtsamkeitstraining
  • Buddhistische Psychologie
  • Philosophische Cafés
  • Philosophische Gespräche (östliche und westliche Philosophie)
  • Vorträge / Seminare / Workshops

Zum Angebot: Philosophische Praxis