Lass sie reden!

„The greatest fear in the world is oft he opinions of others. And the moment you are unafraid oft he crowd you are no longer a sheep. You become a lion. A great roar arises in your jeart. The roar of freedom.“ Osho*

„Was werden wohl die anderen sagen?“ Wie oft verzichten wir auf etwas, das wir gerne täten, weil wir das Gerede der anderen fürchten? Und wie sehr schränkt uns das in unserem Sein und Tun ein – damit in unserer authentischen Art, zu leben? Wieso setzen wir ihr Urteil so weit über unsere eigenen Wünsche?

So lange wir uns nach den Erwartungen der anderen richten und auf unsere Wünsche verzichten, weil wir das Gerede der anderen fürchten, so lange sind wir gefangen in einem Käfig, dessen Umfang andere bestimmen. Es liegt an uns, ob wir die Tür öffnen und in die Freiheit gehen.

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*Die grösste Angst in der Welt ist die vor den Meinungen der anderen. Sobald du dich nicht mehr vor der Herde fürchtest, bist du kein Schaf mehr. Dann wirst du zum Löwen. Ein grosses Gebrüll wird in deinem Herzen aufsteigen. Das Gebrüll der Freiheit.

 

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Das Leben leben

„Schlussendlich zählen nur drei Dinge: Wie gut wir gelebt haben. Wie gut wir geliebt haben. Wir gut wir gelernt haben, loszulassen.“ (Jack Kornfield)

Was ist ein gutes Leben? Wann können wir auf unser Leben schauen und sagen: Ja, es ist gut, wie es ist? Was brauchen wir dazu? Geld?

Wenn wir unsere Tage anschauen, sind die oft mehrheitlich mit Dingen gefüllt, die dazu dienen, etwas zu erreichen. Wir arbeiten, um Geld zu verdienen, gehen ins Fitnessstudio, um abzunehmen, gehen shoppen, um mehr Kleider zu haben und besser auszusehen, kaufen ein neues Auto, um mit dem Nachbarn mithalten zu können. Dafür schieben wir anderes auf die Seite: Wir besuchen den alten Onkel nicht, den wir immer so liebten, weil schlicht die Zeit fehlt, wir geniessen nicht den Sonnentag, weil wir uns auf dem Stepper abstrampeln müssen, wir spielen nicht mit den Kindern, weil wir Überzeit machen, die gut bezahlt wird.

Und dann ist der Onkel tot, die Kinder sind gross, draussen ist Nebelwetter und den Job verlieren wir wegen Reorganisation. Und nun? Sitzen wir nun da und denken: Aber wenigstens haben wir ein neues Auto und eine Traumfigur? Nein, sehr wahrscheinlich wird in uns Bedauern laut. Wir merken, was wir verpasst haben und klagen uns an. Leider hilft das wenig, im Gegenteil: Wir können die Uhr nicht zurückdrehen. Es gilt also, loszulassen, was war und nach vorne zu schauen. Wir haben einige Chancen verpasst, aber neue warten auf uns. Die sehen wir nur, wenn wir nicht an den verpassten hängen, sondern mit offenem Blick nach vorne schauen, mit dem Lehrstück aus der Vergangenheit im Hinterkopf. Und dann machen wir es besser. Wir haben jeden Tag die Chance, neu anzufangen. Wir haben jeden Tag die Möglichkeit zu sagen:

Heute beginnt der Rest meines Lebens. Ich will leben und lieben. Und irgendwann lasse ich los im Wissen, dass ich gut gelebt und von Herzen geliebt habe.

Den Alltag loslassen

 „Lerne loslassen, das ist der Schlüssel zum Glück.“ (Buddha)

Der Freitag ist der perfekte Tag, loslassen zu praktizieren.

Vielleicht war der Montag müde, der Dienstag regnerisch. Am Mittwoch stresste der Chef oder die Mitarbeiterin, am Donnerstag gehorchte der Hund nicht. Am Freitag spürst du zwar die Vorfreude, doch der ganze Stress der Woche sitzt dir noch im Nacken, belastet dich. Stets denkst du wieder zurück, denkst an deine Müdigkeit vom Montag, motzt innerlich über deinen Chef oder gar über dich selber. Immer wieder drehst du die ewig gleichen Probleme im Kopf – nur werden diese dadurch nicht besser. Sie lösen sich auch nicht in Wohlgefallen auf. Im Gegenteil: Sie bringen dich beim Denken daran immer wieder in die Stimmung zurück, in denen du dich zu den jeweiligen Zeitpunkten befunden hast.

Am Freitag Abend hast du zwei Möglichkeiten: Du kannst diese Gefühle und Stimmungen der Woche mit ins Wochenende nehmen, oder du kannst sie da lassen, wo sie hingehören: in der vergangen Woche. Du kannst am Wochenende weder die Müdigkeit des Montags noch das Verhalten des Chefs ändern, also nutze deine Chance: Gestalte dein Wochenende befreit von den vergangenen Gefühlen.

Taucht doch plötzlich ein inneres Grummeln auf oder du willst jemandem von deiner Woche erzählen und merkst, wie der ganze Ärger wieder hochkommt, sag dir innerlich:

„STOP. Das ist vorbei.“

Und sei wieder da, wo du gerade bist: In deinem Wochenende, in der Zeit, die du für dich gestalten kannst. Und wenn das am Wochenende klappt, können wir es vielleicht jeden Abend üben. Und dann bei jeder Gelegenheit, in der wir merken, dass wir in Gedanken feststecken.

#lebenskunst “tagesgedanken #quotes

 

 

Den eigenen Kräften vertrauen

„Und niemand weiß, wie weit seine Kräfte gehen, bis er sie versucht hat.“ Johann Wolfgang von Goethe

Wie oft denken wir schon, dass wir etwas nicht schaffen werden, bevor wir es versuchen? Wäre es nicht besser, die Dinge zu wagen, sich zuzutrauen, dass wir die nötigen Kräfte schon aufbringen, wenn wir es nur wollen? Natürlich kann alles, was gelingen kann, auch misslingen, aber: Wenn wir es nicht versuchen, werden wir nie herausfinden, ob es hätte gelingen können. Das wäre eine verpasste Chance.

Innehalten

„Die Ruhe der Seele ist ein herrliches Ding und die Freude an sich selbst.“ Johann Wolfgang von Goethe

Einfach mal einen Moment innehalten. Durchatmen. Nichts tun. Einfach mal geniessen. Einfach mal hinhören, was um mich ist. Hinschauen, was ich sehe. Einfach mal fühlen, wie die Luft meine Haut berührt. Spüren, wie sich mein Körper anfühlt. Einfach mal tief einatmen. Fühlen, wie sich der Bauch hebt. Und wieder ausatmen und fühlen, wie er sich senkt. Und dann einfach sein. Hier. Jetzt. Bei mir.

Es braucht wenig und es tut so gut, wenn wir einfach mal wieder ganz präsent sind, achtsam den Moment wahrnehmen. So können wir uns im oft hektischen Alltag kleine Oasen schaffen, in denen wir auftanken. Wie sagte schon Konfuzius:

„In der Ruhe liegt die Kraft.“

 

Angst ist ein schlechter Lehrmeister

„Es gibt keine Grenzen. Weder für Gedanken, noch für Gefühle. Es ist die Angst, die immer Grenzen setzt.“ Ingmar Bergman

Wie oft stehen wir uns selber im Weg, weil wir Angst haben? Wir wagen Dinge nicht, weil wir fürchten zu scheitern. Wir wagen sie nicht, weil wir denken, wir könnten uns blamieren und ausgelacht werden oder das Gesicht verlieren. Und wie viel hätten wir schaffen können, hätten wir es probiert? Wie viel Spass hätten wir erleben können, wenn uns egal wäre, was andere von uns denken?
Wieso ist die Angst, Fehler zu machen oder etwas nicht zu schaffen, so gross, dass sie uns so einengt? Und: Wollen wir mit diesen Grenzen leben oder daran arbeiten, weil zu viel Freude verloren geht beim ständigen ängstlichen Hinterfragen der möglichen negativen Folgen eines Tuns?

Klar: Risiken abzuwägen ist sinnvoll und wichtig, einfach blind in eine wirkliche Gefahr zu rennen, wäre sicher nicht der richtige Weg. Aber: Oft fürchten wir uns vor eingebildeten „Gefahren“, vor Reaktionen oder Folgen, die unbequem sein könnten. Von denen man zudem nicht mal weiss, ob sie eintreten, da sie reine Schreckensszenarien sind, ausgemalt von unserer Phantasie.
Vielleicht sind wir das nächste Mal mutiger? Und freuen uns dann, dass wir es geschafft haben, unsere Ängste zu überwinden und etwas zu wagen? Und wenn es dann gelingt und Freude bringt, nehmen wir das mit und probieren es immer und immer wieder.

Ich sein

„Der Mensch spielt nur, wo er in voller Bedeutung des Worts Mensch ist, und er ist nur da ganz Mensch, wo er spielt.“ (Schiller)

Wann haben wir verlernt, zu spielen? Wann wurde plötzlich alles ernst? Und: Ist wirklich alles ernst, müssen wir alles ernst nehmen? Wäre das Leben nicht ein wenig einfacher, wenn wir die Dinge auch mal leichter nehmen, sie mit Humor betrachten könnten? Wenn wir mal wieder wie ein Kind an die Dinge heran gehen und albern sein könnten?

Vielleicht trauen wir uns oft nicht, weil wir denken, das Gesicht zu verlieren oder uns lächerlich zu machen? Vielleicht ist uns das „Haltung bewahren“ und „einen guten Eindruck machen“ so sehr ins Blut gegangen, dass wir nicht mehr anders können? Oder aber wir denken, andere wollen uns ernst haben, könnten mit etwas anderem nicht umgehen?

Vielleicht könnten wir Goethe als Lehrmeister nehmen:

„Hier bin ich Mensch, hier darf ich’s sein.“

Bei welchen Menschen kann ich ganz ich sein? Welche Menschen akzeptieren mich, wie ich bin? Räume ich diesen genug Zeit ein? Muss ich mich mit den anderen abgeben? Was bin ich ihnen „schuldig“ an Verhalten? Was würde passieren, wenn ich einfach auch da ich wäre? So wie ich bin?